In Neuseeland ist ein Laptop gestohlen worden, auf dem wichtige Finanzdaten einer kleinen Brauerei gespeichert waren. Um den Dieb dazu zu bewegen, das Gerät zurückzubringen, greifen die Inhaber des Unternehmens nun zu einem Lockmittel.
Mit dem Angebot von lebenslangem Freibier will eine Brauerei in Neuseeland den Dieb eines Laptops zur Rückgabe des Gerätes bewegen. Der Computer beinhalte wichtige Daten wie Adressen und Finanzinformationen, die nicht in derselben Aktualität auf den Sicherheitskopien gespeichert seien, berichtete die Zeitung „Rotorua’s Daily Post“ unter Berufung auf die Inhaber der kleinen Brauerei Croucher Brewing Company, Paul Croucher und Nigel Gregory. Beide wünschten sich so sehr die Rückgabe des Laptops, dass sie demjenigen, der das Gerät zurückbringe oder den Dieb verrate, Freibier auf Lebenszeit schenken wollten. Laut Croucher entspricht das Angebot zwölf Flaschen Bier pro Monat.
Das weltgrößte Internet-Auktionshaus Ebay hat im dritten Quartal wegen Abschreibungen für den Kauf des Online-Telefondienstes Skype einen kräftigen Verlust verbucht. Das Nettoergebnis habe minus 936 Millionen Dollar nach plus 281 Millionen Dollar vor einem Jahr betragen, teilte das US-Unternehmen nach New Yorker Börsenschluss mit.
Ohne die 1,39 Milliarden Dollar Abschreibung für Skype und ohne andere Einmalposten macht Ebay mit 41 Cent je Aktie 53 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Durchschnitt mit 33 Cent pro Anteilsschein gerechnet.
Auslandsgeschäft bei Ebay wächst starkEbay-Konzernchefin Meg Whitman verwies auf die besser als erwartete Entwicklung des Auslandsgeschäfts sowie auf das gute Abschneiden des PayPal-Zahlungssystems und anderer Geschäftsbereiche. Skype legte in Europa, Nordamerika und Asien stark zu und steigerte den Umsatz um 96 Prozent auf 98 Millionen Dollar. Skype hatte am Ende der Berichtszeit 246 Millionen registrierte Nutzer. Ebay hatte 2005 rund 2,6 Milliarden Dollar für Skype gezahlt, doch blieben die Geschäftsergebnisse bisher hinter den Erwartungen der Aktionäre zurück.
Der Ebay-Umsatz legte um 30 Prozent zu auf 1,89 Milliarden Dollar im Quartal zu. Auch damit übertraf Ebay den Rahmen der Wall-Street-Schätzungen. Für das Gesamtjahr erwartet Ebay nun einen Gewinn je Aktie ohne Sonderposten von 1,47 bis 1,49 Dollar. Die Umsatzprognose geht von 7,60 Milliarden bis 7,65 Milliarden Dollar. Die Ebay-Aktie verteuerte sich nachbörslich um 6,7 Prozent auf 43,30 Dollar.
MySpace und Skype vereinbaren ZusammenarbeitDie Internetfirmen MySpace und Skype haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Skype solle seine Software für Internettelefonie in das Online-Netzwerk MySpace integrieren, wie die Unternehmen mitteilten. MySpace verfügt bereits über ein so genanntes Instant-Messaging-System, mit dem sich Nutzer kurze Nachrichten senden und chatten können. „Sich über das Internet anzurufen ist der nächste logische Schritt für unsere Nutzer“, sagte der Chef des Online-Netzwerkes, Chris DeWolfe. MySpace-Nutzer könnten in Skype demnächst ihre Profile, Fotos und weitere Informationen hinzufügen.
Auf der Anuga hat Sinalco seine Bio-Limonade Sinconade vorgestellt. Noch während der Messe musste der Softdrink-Hersteller die Brause wieder einpacken. Wettbewerber Binonade hat eine einstweilige Verfügung gegen das Nachahmer-Produkt erwirkt.
Messen sind für Unternehmen die große Bühne, um Neuheiten und Innovationen zu präsentieren. Dies ist auf der weltgrößten Ernährungsschau Anuga in Köln nicht anders. Am Stand von Softdrinkhersteller Sinalco zum Beispiel wurde zum Messestart mit großem Pomp die neue Bio-Limonade Sinconade vorgestellt. Den Auftritt seines zukünftigen Umsatzbringers hatte sich Sinalco allerdings ganz anders vorgestellt: Denn noch vor dem Messe-Ende am Mittwoch musste der Limonadenhersteller seine Neuheit wieder einpacken.
Der Wettbewerber Bionade hatte vor dem Kölner Landgericht eine einstweilige Verfügung erwirkt, weil die Sinconade den Flaschen der Bayern in Farbe, Form und Sorte zu sehr ähneln. "Wir gehen mit aller Härte dagegen vor, wenn Konkurrenten den Eindruck erwecken wollen, ein ähnliches Produkt anbieten zu können wie wir", sagte Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky WELT ONLINE.
Trotz dieses Rückschlags zeigt sich Sinalco weiterhin zuversichtlich, die neue Ökobrause in den kommenden Wochen auf den Markt bringen zu können, zunächst in den Geschmacksrichtungen Holunder-Cranberry und Litschi. "Wir halten an unseren Zielen fest", sagte Wilhelm Josten, Geschäftsführer der Sinalco-Muttergesellschaft Hövelmann. Man werde sich jetzt mit Bionade zu Verhandlungen zusammensetzen. "Ich bin mir sicher, dass wir einen vernünftigen Weg finden werden", so Josten, der "Bewegung in einen boomenden Markt bringen will, der bislang die Angebotsvielfalt vermissen lässt".
Der anstehende Rechtstreit mit Sinalco ist nicht die erste Auseinandersetzung, die Bionade mit neuen Wettbewerbern führt. Erst vor wenigen Wochen hatten sich die Bayern mit dem Discounter Plus wegen dessen Malzbrause Maltonade gestritten, letztlich aber eine außergerichtliche Einigung erzielt. Die Handelskette verändert nun die optische Aufmachung und die Verpackung ihres Nachahmer-Produkts, so dass nichts mehr an die Bionade-Flaschen erinnert. Das könnte nun auch die Lösung im Streit mit Sinalco sein.
Sinalco und Plus sind nicht die einzigen Unternehmen, die vom Erfolg der auf Basis von fermentiertem Malz hergestellten Bio-Limonade angezogen sind. So plant offenbar der weltgrößte Bierkonzern Inbev, über seine Bremer Tochter Beck's eine Ökolimonade mit dem Namen Nox auf den Markt zu bringen. Zudem arbeitet Discounter Lidl Branchenkreisen zufolge mit der Billig-Brauerei Oettinger zusammen. Und Kowalsky rechnet mit weiteren Kopien. "Die Branche wird es nicht zulassen, dass wir unsere Umsätze weiter so stark steigern", so der Bionade-Geschäftsführer. Im laufenden Jahr werde sein Unternehmen rund 200 Mio. Drittelliterflaschen produzieren. Damit würde sich die Produktion gegenüber 2006 verdreifachen.
Düsseldorf - Nachdem die Energiekonzerne E.ON und RWE angekündigt haben, zum Anfang des kommenden Jahres die Preise für Strom und Gas zu erhöhen, erwägen nun offenbar auch mehrere hundert kleinere Versorger, die Strompreise zum Jahreswechsel anzuheben. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf den Branchendienst Verivox.
Die Zeitung zitiert eine Verivox-Sprecherin mit den Worten: "Wir erwarten, dass insgesamt rund 300 Versorger die Strompreise erhöhen." Wie es heißt, könnten die Tarifsteigerungen so hoch wie zuletzt im Juli und Oktober 2007 ausfallen. Zu diesen Terminen hatten insgesamt fast 200 Versorger ihre Strompreise um durchschnittlich sieben bis acht Prozent angehoben.
E.ON: "Preiserhöhung müsste noch deutlicher sein"
Ein E.ON-Sprecher betont, die Preiserhöhungen müssten angesichts der Kostensteigerungen eigentlich noch höher ausfallen. Doch verzichte man angesichts des gestiegenen Wettbewerbsdrucks darauf, die höheren Kosten in vollem Umfang weiterzugeben.
Angesichts der erneuten Ankündigung steigender Energiepreise hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen die Kunden zum Anbieterwechsel ermutigt. "Es gibt ein erhebliches Sparpotenzial", so Energieexperte Holger Krawinkel.
Verbraucherschutz: "Eine Kriegserklärung!"
Der Vorsitzenden des Bundes, Aribert Peters, sieht in der erneuten Preiserhöhung "eine Kriegserklärung an den Verbraucher und an den Staat". Die Erhöhung bedeute für die betroffenen Haushalte eine Mehrbelastung von bis zu 100 Euro im Jahr.
Peters sagte, E.ON begründe wie die meisten Stromversorger seine Preiserhöhungen mit den gestiegenen Bezugskosten. Doch gerade bei E.ON sei dies geradezu grotesk. Denn der Energieriese stelle einen Großteil des in Deutschland produzierten Stroms selbst her und profitiere dabei von den gestiegenen Beschaffungskosten anderer Versorger. Auch die Anhebung der Gaspreise sei "völlig unverständlich". (dpa/AP/loe)